Geführt von Fritz „Fitti“ Steinböhmer (Eintritt 1921) und Laurenz Ostrop (Eintritt 1928).
Seit 1971 weitergeführt und überarbeitet von Ehrengeschäftsführer Heribert Heitbrock.
Aus den Anfängen des Quartettvereins
1919 Unsere Vereinschronik besagt, dass der Quartettverein „Rheingold“ am 27. Januar 1919 aus der Taufe gehoben wurde. Es geschah also in einer Zeit, in der ganz Deutschland unter den Folgen eines verlorenen Krieges litt.
Wenn sich in diesen Tages Männer trafen, um einen Chor zu gründen, mussten sie schon von sehr viel Liebe für das Deutsche Lied getragen worden sein – und von einem Idealismus, der die Sänger des Quartettvereins noch heute beseelt.
Folgende Gründungsmitglieder können noch namentlich aufgeführt werden: Josef Jöcker, Ernst Grieser, Karl Stute, Franz Hülsmann, Hans Schütt, Hans Winter, Otto Hülsmann, Eduard Winter, Paul Winter, Theo Böger, Josef Junker, Jahn Bussmann, Johann Hemann und Karl Sauerland.
Das erste Probelokal war die Gaststätte Bernhard Kals in der Sternstraße 35 in Münster. Hier übte der Chor einmal wöchentlich unter der Leitung des Dirigenten Hans Winter. Im weiteren Verlauf wurde die Probestätte mehrmals gewechselt, bis man 1934 im „Hubertihof“ bei den Wirtsleuten Füchtenhans „heimisch“ wurde.
Die Zusammensetzung des Vereins war bis heute immer recht glücklich. Dank gleicher Interessen und einer gemeinsamen Zielsetzung fanden die teilweise sehr unterschiedlichen Charaktere gut zu einander und das Vereinsinteresse blieb immer oberstes Gebot. Die Eigenarten der Leute „um den Kanal herum“ fanden vor allem im Gesang und in der Geselligkeit ihren Niederschlag.
Zahlenmäßig blieb man bis zum heutigen Tage auf einen verhältnismäßig kleinen Kreis beschränkt. Bis 1920 wuchs der Verein und zählte alsbald 20 Sänger – die Höchstzahl -, da ein Vereinsbeschluss festlegte, nicht mehr als 20 Sänger aufzunehmen. Eine Regelung, die erst im Jahr 1927 abgeschafft wurde.
An guten Stimmen und ausgezeichneten Chorleitern hat es bis heute nie gemangelt.
1920 Nach intensiven Proben stellten sich die Sänger in Hagen dem ersten Wettstreit ihrer Vereinsgeschichte. Er war eine große Pleite! Von diesem Totalschaden konnten sich die „Rheingolder“ nicht mehr erholen.
Sofort nach dem Wettstreit zerstritten sich die Sänger so sehr, dass sie nicht mehr zusammen bleiben wollten und ihre Trennung beschlossen. Bei der deswegen einberufenen, außerordentlichen Mitgliederversammlung ging es entsprechend turbulent zu. Der erste Vorsitzende Josef Jöcker ergriff das Wort und bat darum, den Namen „Rheingold“ weiterführen zu dürfen. Dies wurde ihm zugestanden und schnell ging es mit wenigen treuen Sangesfreunden in die Gaststätte Anton Recklingloh. Die zurückgebliebenen Sänger gründeten einen neuen Verein unter dem Namen „Heideblümchen“.
Bei ihrer Ankunft in der Gaststätte Reckingloh zählten die Getreuen um Josef Jöcker ganze neun Sänger!
1921Es gesellten sich fünf weitere Sänger hinzu, so dass der Verein dank der Fürsorge Josef Jöckers auf 14 Sänger aufwuchs. Die fünf neuen Sänger waren: Franz Reitz, Gerhard Sommerhage, Theo Schniewind, Fritz Steinböhmer und Adolf Ostrop. Bei einem Wettstreit später im Jahr konnte man sogar den Bassisten Anton Imkamp in den Reihen des Vereins sehen. Dieser gelangte später unter anderem durch den Film „Mein Herz ruft nach dir“ zu einiger Berühmtheit.
Nach Hans Winter (1919) dem ersten Dirigenten und Mitbegründer des Vereins, Hans Neuhaus (1920) einem Organisten auf der Dyckburg, folgte als dritter Dirigent Theo Buschhorn (1921). Er hatte in Aachen studiert, wirkte als Organist in der St. Lamberti in Münster und leitete bereits zahlreiche Männerchöre. Alle drei Chorleiter förderten das große Potential des Vereins und gaben ihm wichtige Impulse für die zukünftigen Erfolge dieses jungen Chores.
1922Peter Sommer, ein hervorragender Künstler der beruflich als Holzbildhauer arbeitete, übernahm den Quartettverein. Er hegte eine große Liebe für den Männerchorgesang und leitet die Rheingolder erfolgreich in sieben Gesangswettstreiten.
Auf der Suche nach einem geeigneten Notenschrank erstand Josef Jöcker in der Inflationszeit für 52.000 Reichsmark einen nicht mehr ganz neuen Schrank vom MGV Sängerslust.
Mit drei Sängern wurde der Notenschrank von Bigalke in der Aegidistraße abgeholt und zum neuen Vereinslokal Hillert in die Neubrückenstraße gebracht. Dieser Notenschrank entpuppte sich als eine sehr nachhaltige Anschaffung, sollte er doch den Rheingoldern bis ins Jahr 2015 treue Dienste leisten.
In den folgenden Jahren nahm die Beteiligung an Wettstreiten zu und der Verein trat sogar in der Doppel-Quartettklasse an.
Es ist überliefert, dass man 13 Wettstreite mit wechselndem Erfolg
besuchte. Einige Pokale, die über den I. Weltkrieg gerettet wurden und die bis zum Jahr 2015 im wertvollen alten Notenschrank bei Füchtenhans ausgestellt waren, zeugten von Erfolgen aus jenen Tagen.
Viele andere Unterlagen, Pokale und Urkunden aus den Jahren vor 1945 gingen leider in den Wirren des Weltkrieges verloren.
1923Das erste Schützenpaar, Schützenkönig Hans Schütt mit Ehefrau Gertrud, wird dokumentiert. Schützenfeste sind zur damaligen Zeit nicht nur Schützenvereinen vorbehalten, sondern auch bei Gesangvereinen beliebt.

1927Das „Alte Gasthaus Picker“ wurde in der Wolbeckerstraße 11 für mehrere Jahre das Vereinslokal des Quartettvereins.
Auch übernahm in diesem Jahr ein neuer Chorleiter die Leitung des Vereins. Mit Karl Bloech, der am Konservatorium in Köln Klavier und Gesang studiert hatte, verpflichtete man einen Mann, der von den Sängern äußersten Einsatz und große Disziplin verlangte. Er verstand es aber, dank seines gesangtechnischen Könnens, aus den vielen individuellen Stimmen einen harmonischen Klangkörper zu bilden.
In diesem Jahr wurde auch der Beschluss aus den Anfangsjahren aufgehoben, der festlegte nicht mehr als 20 Sänger aufzunehmen. Bei einem Wettstreit in Duisburg-Meiderich trat man mit 27 Sängern an.
1930Mit Theo Wiedebusch übernahm ein staatlich geprüfter Musik- und Gesangspädagoge die künstlerische Leitung des Vereins. Sein Name ist mit der Geschichte des münsterschen Männerchorgesangs unauslöschlich verbunden. Er war ein dynamischer Mensch und ein Künstler von hohem Rang der seine ganze Kraft dem deutschen Lied schenkte. Er leitete den Quartettverein die nächsten zwei Jahrzehnte und gemeinsam konnten so viele Erfolge errungen werden.
1931Der Verein zog erneut in ein anderes Probelokal – die Gaststätte Beisenkötter in der Rosenstraße 2.
1934Nachdem man in den ersten fünfzehn Jahren der Vereinsgeschichte in sechs verschiedenen Gaststätten geprobt hatte, zog der Verein nun in das siebte Probelokal, den „Hubertihof“ der Eheleute August und Tine Füchtenhans.
Dieser sollte für 81 Jahre und vier Eigentümer/Pächterfamilien die Heimat der „Rheingolder“ bleiben.

1938Der Verein gab ein öffentliches Konzert in der Pleistermühle. Selbst im Rundfunk war man schon einmal dabei und zwar im Mittelhafen. Der Lohn für die sechs kleinen Lieder war eine Gage von 90.- Mark.
1939 bis 1945Der II. Weltkrieg brachte eine Zwangspause. Ein Großteil der Aufzeichnungen fiel den Wirren des Krieges zum Opfer.
Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg
1945Ähnlich wie im Gründungsjahr, suchten die Sänger – von denen manche nunmehr den zweiten Krieg durchlitten hatten – etwas Ruhe und Normalität im gemeinschaftlichen Singen. Bereits ein halbes Jahr nach Kriegsende trafen sich die Vereinsmitglieder wieder im Vereinslokal Hubertihof.
Am 14. November 1945 fand das erste dokumentierte Zusammentreffen statt.
Immer noch unter der Leitung von Theo Wiedebusch, der allerdings bei den ersten Treffen nicht anwesend war, begannen die sieben Sänger: Josef Jöcker, Alfred Freese, Otto Meyer to Behrens, Laurenz Ostrop, Paul Waldeck, Josef Feldhaus und Fritz Steinböhmer mit einer Bestandsaufnahme des Vereins.
Eine Woche später, am 21.11. waren es schon 10 Sänger; nach weiteren sieben Tagen trafen sich vierzehn Sänger. Da kein Chorleiter zugegen war, wurde bei den ersten Zusammenkünften auch keine Gesangsstunde abgehalten.
1946 Der Vorsitzende Otto Mayer to Behrens hielt am 10. Januar die erste Generalversammlung nach dem II. Weltkrieg ab.
Im gleichen Jahr nahmen die Rheingolder wieder an einem Gesangswettstreit beim MGV 1848 Hiltrup teil, der sein 100 jähriges Jubiläum feierte.
1947 Der Verein beteiligte sich an einem Freundschaftssingen in Westbevern/Brink.
1949 Die Bürokratie war wiederhergestellt und machte vor dem Gesangswesen nicht halt. Als Beispiel findet sich im Rheingoldarchiv noch ein – in wunderschöner Handschrift verfasstes – Schreiben vom Sängerkreis Münster Stadt und Land.

Auf Ihr Schreiben vom 3.11.49 teilen wir Ihnen mit, daß die Ausgabe von Urkunden für 25 jährige aktive Singetätigkeit in ein und demselben Verein Sache Ihres Vereins ist.
Der Deutsche Sängerbund ehrt lediglich diejenigen Sänger der angeschlossenen Bundesvereine, die mindestens 40 Jahre und länger in einem oder mehreren Vereinen gesungen haben, durch Verleihung von goldenen Ehrennadeln, die auf dem Wege über den Sängerkreis mit Nachweis über 40 jährige Singetätigkeit beim Sängerbund angefordert werden müssen.
Die Bundesabzeichen in Silber für 25 jährige aktive Singetätigkeit können dagegen von Ihnen zum Preis von 1.- DM bei der Geschäftsstelle des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen in Herne, Viktor-Reuterstr. 7 angefordert werden. Alle näheren Ausführungen wollen Sie bitte dem Ihnen im August des Jahres übersandten „Praktischen Wegweiser“ für die Bundesvereine entnehmen.
1959 Franz Anfang schrieb uns anlässlich unseres vierzigjährigen Bestehens unseren Festspruch:
RHEINGOLD, HELL UNSER LIED, RHEINGOLD, WAHR UNSER WORT!
In dem Jahr zählte der Verein 29 Mitglieder, so dass wahrscheinlich alle auf dem Bild verewigt sind. Nach sechzig Jahren kann die Richtigkeit der namentliche Zuordnung nicht eindeutig sichergestellt werden.
Hintere Reihe:
Paul Scheffer, Willi Pohlschmidt, Norbert Jöcker, Horst Hinzke, Rolf Ostrop, Berthold Freese, Hans Westhoff, Bernie Wiesmann
Mitlere Reihe:
Egon Jordan, Helmut Vogel, Karl Griebler, Josef Feldhaus, Herbert Voigt, Karl-Heinz Rentmeister, Heinz Rickmann, Franz Düllmann, Engelbert Velling
Vordere Reihe:
Balthasar Metz, Arno Pommerening, Eduard Winter, Max Pietsch, Franz Anfang, Laurenz Ostrop, Franz Anfang sen., Fritz Steinböhmer, Hermann Rickmann, Alfred Freese


Das vierzigjährige Bestehen wurde in großem Rahmen gefeiert. An dem Festkonzert nahmen zwölf Chöre mit annähernd sechshundert Sängerinnen und Sängern teil.
Außerdem wurde der Quartettverein stolzer Besitzer einer neuen Fahne.
Unser Sangesbruder Willi Pohlschmidt hatte die Fahne entworfen, die bei diesem Jubiläum geweiht wurde.
Die Fahnenweihe selbst wurde durch fünf weitere Chöre bereichert, die ebenfalls mit ihrer Fahne teilnahmen.
Ab 1959 mit eigener Fahne
Heimatseite (Rückseite)

Die Heimatseite zeigt einen stilisierten Quartettverein mit seinem Chorleiter. Aus Sicht des Publikums sieht man den Rücken des Chorleiters (im Frack), links und rechts von ihm jeweils zwei singende Köpfe in hell und dunkelgrau gehalten. Diese stehen für die vier Stimmen eines Quartettvereins, dem I. und II. Tenor links und dem I. und Il. Bass rechts.
Weiterhin ist das Vereinswappen in den Farben der Stadt Münster – Gold, Rot, Silber – abgebildet. Dies drückt die Verbundenheit zur Heimatstadt Münster aus.
In goldener Schrift ist das Credo des Quartettvereins „Rheingold“, welches der Chorleiter Franz Anfang in seinem Festspruch dem Quartettverein gewidmet hatte, festgehalten:
Hell unser Lied – Wahr unser Wort
Vereinsseite (Vorderseite)
Auf der Vereinsseite umrahmt unser Name die für einen Gesangverein typischen Insignien: einen stilisierten Flügel, eine goldene Harfe und einen Lorbeerzweig.
Zusätzlich ist das Wappen der Provinz Westfalen – das silberne „springende Sachsen- oder Westfalenross mit aufgeworfenem Schweif“ in rotem Feld – abgebildet.
Schließlich ist auf der linken Seite das Gründungsjahr 1919 und auf der rechten Seite das Jahr der Fahnenweihe 1959 verewigt.

Die Jahrzehnte der Meistersinger
1963 Horst Jöcker übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden und sollte diese verantwortungsvolle Aufgabe für die nächsten zwölf Jahre mit Bravour meistern. Mit seinem bedingungslosen Einsatz war er die optimale Ergänzung zum Engagement des Dirigenten Franz Anfang.
Der Höhepunkt dieser Zusammenarbeit zeigt sich zweifellos im Jahr 1968, als sie den Quartettverein zum Meisterchor des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen führten.
1967 Die Sänger um Franz Anfang ersangen sich einen ihrer größten Wettstreiterfolge. In Birkenfehl am Südost-Hang des Rothaargebirges traten sie erneut gegen Vereine an, die zwei bis dreimal so viele Sänger hatten und kamen trotzdem mit sechs ersten Preisen zurück in die Heimat.

1968 Am 30. März stieg der Quartettverein Rheingold als erster Münsteraner Gesangverein in die Riege der Meisterchöre auf.
Im Mai des gleichen Jahres richtete der Chor, erstmals in seiner Vereinsgeschichte, einen eigenen Wettstreit in der Halle Münsterland aus.
Ein Novum für Münster! Sechsunddreißig Chöre aus nah und fern mit 1400 Sängern beteiligten sich an diesem internationalen Preissingen.


1969 Am 26.Oktober, feierte der Q.V. „Rheingold“ Münster von 1919 sein fünfzigjähriges Jubiläum mit einem Festkonzert in der Aula der Freiherr von Stein Schule in Münster.
1971 Am 24. Juni verstarb unser Chorleiter Franz Anfang völlig überraschend im Alter von nur 47 Jahren.


Die vierzig Mitglieder um Horst Jöcker sahen sich plötzlich einer Situation gegenüber, die ihnen alles abverlangte, wollten sie nicht die enorme Leistungsfähigkeit des Chores ins Mittelmaß abrutschen lassen.
Eine glückliche Hand bewies der Vorstand mit der Verpflichtung des Kapellmeisters Karl-Heinz Keller.
Mit einem Studium am Konservatorium in Münster und an der Musikhochschule Detmold, als Orchestermusiker, Repetitor am Stadttheater Münster und als Leiter der Musikhochschule Emsdetten, hatte er bereits große Erfahrung in verschiedenen Funktionen.
Außerdem war er bekannt durch eigene Kompositionen, Rundfunk und Fernsehauftritte, sowie als Arrangeur für bekannte Musikinterpreten.
Ein sehr eindrucksvolles Bild dieses jungen Chorleiters.
1972 Unter der Leitung Karl-Heinz Kellers begann eine überaus aktive Zeit mit großer Außenwirkung. In den nächsten fünfzehn Jahre organisierte der Verein große Konzertereignisse, die meisten im Raum Münster. Zwei Konzerte gestalteten sie sogar in Frankreich nahe Paris.
- 1972 Meisterchor-Konzert in Münster / Telgte
- 1972 Chorkonzert in Memoriam Franz Anfang
- 1973 Konzert der Meister im Hörsaal 1 der Universität Münster
- 1974 Chormusik-Konzert alter und neuer Meister in Emsdetten
- 1975 Großes Konzert im Pfarrer-Eltrop-Heim in Münster
- 1976 Teilnahme am Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Berlin
- 1977 1. Konzertreise nach Fontainebleau / Frankreich beim Sangesbruder H. Heitbrock
- 1977 Drei Chorkonzerte im Advent in Münster, Rheine und Emsdetten
- 1978 Zwei Russisch-Slawische Folklore-Konzerte in Münster und Emsdetten
- 1979 2. Konzertreise nach Fontainebleau / Frankreich beim Sangesbruder H. Heitbrock
- 1981 Konzert „Die Goldenen Zwanziger Jahre“ in der Halle Münsterland
- 1982 Zwei Folklore-Konzerte in Münster / Telgte und Altenberge / Hansell
- 1983 Großes Kirchenkonzert mit 300 Sängern in Emsdetten, Barmbek und Hamburg,
- 1984 Münster, Dülmen, Rheine und nochmals Emsdetten
- 1985 Teilnahme am Konzert des Sängerkreises Münster-Stadt und Land im Hörsaal 1
- 1986 Western-Konzert mit dem Mandolinen-Orchester Emsdetten in Emsdetten
Im Jahr 1972 betraten die Rheingolder ebenfalls Neuland, als sie eine Gesangsgruppe aufstellten, die einen musikalischen Beitrag zum Karneval leisten sollte. Dank der großen Begeisterung unter den Sängern und der großen Kompetenz und Motivation ihres Chorleiters, begannen die Rheingolder ein Projekt, das die Menschen bis zum heutigen Tage begeistert. Die Geschichte und der Einsatz als „Fidele Bierkutscher“ wird auf einer eigenen Unterseite dargestellt.
1975 Es gelang Chorleiter Karl-Heinz Keller, im Alter von nur 26 Jahren, den Quartettverein erneut zu Meisterchorwürden zu führen und damit sein absolutes Können unter Beweis zu stellen.
Das Bild zeigt von links Karl-Heinz Keller, den 2. Vorsitzenden Laurenz Ostrop und den 1. Vorsitzenden Helmut Günther voller Stolz mit der Meisterchorurkunde.


1976 Karl-Jo Bloech initiierte ein Treffen mit dem bekannten Komponisten Quirin Rische im Vereinslokal Füchtenhans/Hubertihof.
Dieser hatte dem Quartettverein sein Volkslied „Pusztaliebe“ gewidmet, das er an diesem Abend den Rheingoldern überreichte.
Zum Dank zeichnete ihn der erste Vorsitzende Helmut Günther mit der Ehrennadel des Quartettvereins Rheingold aus.
Die anschließende fröhliche Runde war sicherlich eines der größten Erlebnisse für Sänger und Chorleiter, was aus dem Original Bericht hervorgeht.
1979 Der Chor feierte sein sechzigjähriges Gründungsjubiläum und veranstaltete ein Konzert im Kongresssaal der Halle Münsterland.
Unter dem Motto „Ein bunter Melodienstrauß“ wurden Stücke aus den Bereichen: Oper und Konzert, Russisch-slawische Volksmusik, Spirituals, unter südlicher Sonne, Balkanklänge und Lieder der Heimat, größtenteils in Potpourriform vorgetragen. Als Mitwirkende konnten die Rheingolder das Mandolinenorchester und den Mädchen- und Frauenchor aus Emsdetten, den Polizeichor Münster sowie den MGV Constantia 1903 und den Mädchen- und Frauenchor aus Rheine begrüßen.

1982 Ein Bericht über eines der großen Konzerte.

Da Karl-Heinz Keller verschiedene Chöre und Orchester leitete, unter anderem auch das „Mandolinenorchester Emsdetten“, gelang es ihm immer wieder Programme zusammenzustellen, bei denen sich perfekt gespielte Instrumente und herausragender Gesang optimal ergänzten. Die Musikdarbietung der achtziger und neunziger Jahre waren immer auf höchstem Niveau und ein Genuss für die Zuhörer.
1986Die Heimat des Quartettvereins und der meisten Sänger ist das Herz-Jesu-Viertel, das auch als „Muffi“ bekannt ist. So konnte die Einladung zur ersten Gesangstunde nach der Sommerpause schon mal in der (fast) nur dort gesprochenen Sprache – der Masematte – verfasst werden.

Hier eine Übersetzung in (lupenreinem) Hochdeutsch.
Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf, jetzt geht es wieder los mit dem Gesang!
Hallo Sänger!
Nach Beendigung der großen Sommerferien – Ihr Kerle seid ja sicherlich wieder schwer am arbeiten – beginnt die erste Gesangsstunde am Montag, 8. September 1986. Wir treffen uns um 20:00 Uhr in der Kneipe bei Tine Füchtenhans am Kanal.
Ich hoffe, alle sind dabei und wir kriegen auch großen Spaß. Lasst aber die Autos zu Hause, wegen der Sauferei. Vor dem Gefängnis habt ihr doch auch alle große Angst, oder?
Schmeißt euch lieber aufs Fahrrad oder zieht Schuhe an und lauft nach Muffi. Passt aber auf, dass euch auf der Straße kein Hund in die Hose oder ein Hahn ins Bein beißt oder ein Igel ins Gesicht piekt.
Jürgen und Heidi Jacubeck sind seit 25 Jahren verheiratet. Wir singen in der Kirche in der Dykburg wenn die Uhr 17:00 Uhr sagt. Zieht Euch ordentliche Kleidung an und opfert 10, 5 oder fünfzig Pfennig für den Geistlichen.
Anschließend gibt es für alle die großen Hunger und Durst haben leckeres Essen (Wurst, Butterbrot und Fleisch (kein Pferdefleisch)) sowie ordentlich etwas zu trinken (Bier, Schnaps oder eine Flasche trübes Kanalwasser)
Die Einladung von Jacubecks gilt auch für unsere Frauen, weswegen wir wachsam sein müssen. Die Kerle an der Hauptwache der Lützow-Kaserne in Handorf benötigen eine genaue Anwesenheitsliste der ganze Gruppe; und eventuell die Führerschein was keine Angeberei ist.
Für unser Stiftungsfest/Königsball sind die Mitglieder des Vergnügungsausschuss schon schwer am Arbeiten und Erkunden. Sie suchen noch eine gute Gaststätte im Viertel.
Die Sänger Paul Gallenkämper (40 Jahre) und Jürgen Hemesath (25 Jahre) werden dieses Jahr geehrt. Es redet der Sängerkreisvorsitzende (aber keine Masematte).
Die drei Kirchenkonzerte finden in Rheine, Münster und Emsdetten statt. Die gutaussehenden Mädchen/Frauen aus Rheine und Emsdetten singen auch wieder mit.
Auf den nächsten beiden Seiten erzähle ich euch, wie man am besten neue Sänger gewinnen kann.
Und jetzt heißt es aufmerksam sein!!!
Höhen und Tiefen des Vereins im Wandel der Zeit
1987Eine schwierige Zeit begann für den Quartettverein „Rheingold“, als Kapellmeister Karl-Heinz Keller dem Verein ab April nicht mehr zur Verfügung stand. Nun hieß es einen Chorleiter zu verpflichten, der in der Lage ist, die anspruchsvolle Chormusik einerseits mit den Verpflichtungen im Karneval andererseits zu vereinbaren. Keine leichte Aufgabe!
Mit der Verpflichtung von Kapellmeister Frank Graczol am 6. April schien dieser Kraftakt zu gelingen. Der gebürtige Wiener bestach allein schon durch seinen angeborenen „Wiener Charme“. Seine fünfzehnjährige Erfahrung als Kapellmeister am Stadttheater Münster gab berechtigte Hoffnung auf eine Weiterführung der bisher so erfolgreichen Vereinsgeschichte.
Doch die Leistung beim ersten großen öffentlichen Auftritt, dem Kreisleistungssingen am 28.Oktober in der Bielefelder Oetker-Halle, blieb leider hinter den Erwartungen zurück. Der Chor konnte sein gestecktes Ziel, die Zulassung zum Bezirksleistungssingen, nicht erreichen.
1988Bei einer außerordentlichen Generalversammlung wurde am 22. Oktober, die Ausgliederung der „Fidelen Bierkutscher“ in eine eigenständige Gesellschaftsform beschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt standen fast alle Rheingolder bei den karnevalistischen Aktivitäten als fidele Bierkutscher auf der Bühne. Vielen Sänger wurde der zusätzliche Zeitaufwand für das Einstudieren eines Karnevalsprogramms mit vielen Sonderproben und über zwanzig Auftritten pro Session zu viel.
Die Sänger des Q.V. Rheingold hatten nun die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob sie sich zusätzlich auch aktiv bei den Bierkutschern einbringen wollten. Nach der Neuordnung bestanden die Fidelen Bierkutscher zunächst aus nur einem Dutzend Sänger, die aber mit eigenem Führungspersonal und eigener Buchführung wirtschafteten. Diese Umstrukturierung verlief so sachlich und diszipliniert, dass alle Bierkutscher auch weiterhin als Sänger im Q.V. Rheingold aktiv blieben. Als Chorleiter war Frank Graczol weiter sehr erfolgreich für die Fidelen Bierkutscher tätig.
Für den Q.V. Rheingold übernahm ein Sänger aus den eigenen Reihen den Dirigentenstab. Bernhard Bäumer, ein Bassist mit Chorleiterausbildung und -schein, verstand es in dieser schwierigen Zeit, die immer weniger werdenden Sangesfreunde bei der Stange zu halten. Bis 1989 leitete er mit großem Engagement und äußerster Präzision die montäglichen Gesangstunden.
1989Oberstudienrat Michael Jahn aus Münster-Nienberge konnte als neuer Chorleiter verpflichtet werden. Sein erster Auftritt mit dem Quartettverein fand am 21. Juni, am Tag der „Europäischen Musik“, am Kiepenkerl-Denkmal in Münster statt.
Wie in jedem Verein ist die Motivation der Mitglieder nicht immer gleich groß. Anfang der neunziger Jahre war nach siebzig Jahren auch bei den Rheingoldern etwas die Luft raus. Der Zusammenhalt des Chores ließ immer mehr nach und es wurde teilweise gar nicht mehr gesungen. In den folgenden Jahren wurde der Chor von nur noch zehn bis fünfzehn treuen Mitgliedern am Leben erhalten.
1991Bei der Gesangstunde am 25. März wurde erneut ein Chorleiterkandidat vorgestellt. Der Vorstand hatte den Organisten und Chorleiter Peter Kapeller aus Dülmen zu einer Probegesangsstunde eingeladen. Dieser fand bei den Sängern großen Anklang und somit war der Weg für den Vorstand frei, ihn als neuen Chorleiter für den Verein zu verpflichten.
Doch auch die neue Leitung des Chores konnte an dem Stimmungstief der Sänger wenig ändern.

1993Ende Dezember machte man sich erneut auf die Suche nach einem Chorleiter. Für eine unbestimmte Übergangszeit übernahm der Vize-Chorleiter Norbert Jöcker die Leitung der Chorproben.
Ein erfreulicher Erfolg war, dass die Sänger nun vermehrt wieder zu den Gesangsstunden kamen. Noch erfreulicher war die kurze Dauer dieser Übergangszeit.
1994Am 28. Februar fanden die für den Verein kritischen Jahre die im April 1987 begannen ein glückliches Ende. Karl-Heinz Keller, der mittlerweile zum Chordirektor ADC ernannt wurde, übernahm wieder den Posten des Chorleiters. Die Sängerzahl stieg auf 34 an und mit seinem Quartettverein „Rheingold“ bestritt er sein erstes großes Konzert nach langer Zeit.
Auf Einladung des dortigen Shanty-Chor „Oldtimer Borkum“ reiste der Verein auf die Nordseeinsel Borkum. Das gemeinsame Konzert wurde ein riesiger Erfolg, dem schon bald ein weiterer Höhepunkt folgen sollte.

Am 06. November ehrte der Sängerkreis Münster-Stadt und Land den Quartettverein „Rheingold“ anlässlich seines 75-jährigen Chorbestehens. Bei dieser Gelegenheit begeisterte der Chor das sachverständige Publikum im Rathaussaal der Stadt Münster mit zwei gelungenen Vorträgen.
1995Es kam zum nächsten, hoch erfreulichen Ereignis – der Wiedervereinigung der „Fidelen Bierkutscher“ mit dem Quartettverein „Rheingold“. Nach der Verleihung der „Goldenen Peitsche“ beschrieb H.-P. Etzkorn von der Münsterschen Zeitung diesen Glücksfall sehr treffend mit:
Die singenden Lederschürzenjungs haben wieder ihren Bundestrainer Karl-Heinz Keller an Bord.
Weitere Höhepunkte des Jahres waren drei große Kirchenkonzerte in Emsdetten, Rheine und Münster. An diesen Konzerten nahmen der Männerchor Emsdetten von 1893, der Männergesangverein „Constantia“ Rheine von 1903, der Polizeichor Münster von 1958, der Quartettverein „Rheingold“, das Luftwaffenmusikkorps Münster und die Sopranistin Daniela Stampa-Middendorf teil.
Dieses Konzert wurde mit den gleichen Teilnehmern im Jahre 1996 in der Herz-Jesu Kirche in Münster mit einem überwältigenden Erfolg erneut abgehalten.
1996Eine große Ehre wurde den Rheingoldern am 04. Februar zuteil. Als „fidele Bierkutscher“ gestalteten sie die heilige Messfeier im Rahmen des „Pontifikalamtes für die Freunde des Karnevals“ im Sankt-Paulus Dom zu Münster.
1997Im September erfolgte der Gegenbesuch unserer Freunde von der Nordseeinsel Borkum. Das Konzert „Highlights“ von gestern und heute mit dem Shanty-Chor „Oldtimer Borkum“, und dem Gesangsensemble „Poco Curioso“ aus Emsdetten, im Bürgersaal „Stroetmanns Fabrik“ in Emsdetten, wurde ein großer Erfolg.
Über die Jahreswende wurden unter der Leitung von Karl-Heinz Keller noch zwei CD Aufnahmen fertiggestellt. Diese waren das Kirchenkonzert „Die Himmel rühmen“ und der Karnevalmix „Komm ein bisschen näher ran“.
1998Die „Fidele Gerichtssitzung“ wurde in der Besetzung mit Jürgen Hemesath als gestrengem Richter, Horst Hahn als Polizist und Büttel und Norbert Jöcker als armen Angeklagten Kuchenmöller aufgeführt.
1999Im Jahr unseres achtzigjährigen Jubiläums führte uns ein Ausflug mit der ganzen Rheingold-Familie nach Bamberg und Bayreuth. Die Auftritte des Chores in der Basilika „Vierzehn Heiligen“, im Bamberger Dom, am Grab Richard Wagners und am Markgräflichen Opernhaus waren für uns Sänger ein besonderes Erlebnis und eines der schönsten Wochenenden in unserer Geschichte.
Das Jubiläums-Stiftungsfest zum achtzigjährigen Bestehen fand im Wersehof in Münster/Handorf.
2001Für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz in Ehrenämtern wurde unser Sangesbruder Norbert Jöcker am 05. Dezember vom Oberbürgermeister der Stadt Münster, Herrn Dr. Berthold Tillmann, im Rathaus mit der „Münster-Nadel“ ausgezeichnet.
Diese Auszeichnung wurde 1993 – im Jahr des 1200-jährigen Stadtjubiläums – geschaffen.
Sie ist eine Ehrung für vorbildlichen bürgerschaftlichen Einsatz. Die jährliche Verleihung findet immer am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamtes, statt.
2003Am 30. September endete die Zusammenarbeit mit der Familie Füchtenhans. Seit 1934, also fast siebzig Jahre lang, probte der Quartettverein „Rheingold“ Münster im Vereinslokal Hubertihof bei August und Tine, sowie Christoph und Angela Füchtenhans.
Nachdem die Familie Füchtenhans ihre Gaststätte verkauft hatte, pachteten der Gastwirt Thomas Zivanovic mit seiner Frau Natascha den „Hubertihof“. Ab Oktober probte der Quartettverein somit im alten Vereinslokal Hubertihof unter neuer Führung.
2005Eine besondere Ehre wurde den Rheingoldern anlässlich der 34. Deutschen Meisterschaft der karnevalistischen Tanzgarden am 5. und 6. März in der Halle Münsterland zuteil. Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten stimmten die Bierkutscher die Teilnehmer des zweitägigen Wettstreits mit der Deutschen Nationalhymne auf einen sportlichen und fairen Wettkampf ein.
Ende September trennte sich der Verein von Chordirektor ADC Karl-Heinz Keller und verpflichtete Udo Lünnemann zum 01. Oktober als neuen Chorleiter.
2006 Udo Lünnemann beendete zum 29. Mai – nach nur knapp acht Monaten – die Zusammenarbeit mit dem Quartettverein „Rheingold“ auf eigenen Wunsch.
Glücklicherweise konnte zum 7. August mit Franz-Josef (Franco) Angenendt ein neuer Dirigent verpflichtet werden. Dieser hatte den Chor bei Abwesenheit des Chorleiters schon des Öfteren geleitet und war somit mit den Besonderheiten der Rheingolder bestens vertraut.
2008 Bei der Jahreshauptversammlung am 11. Februar wurde die 4. Neufassung der Satzung beschlossen. Die Anpassung der Satzung war notwendig, um die formalen Vorgaben zu verankern, die für die Beantragung der Gemeinnützigkeit notwendig sind. Diese wurde dem Verein am 18. April durch das Finanzamt Münster-Innenstadt anerkannt.
Wegen der Renovierung des Vereinslokals „Hubertihof“ wurde das Vereinsleben vom 25. Februar bis zum 14. April, also knapp 7 Wochen, in die Brasserie am Kanal verlegt.
2009 Im Februar wurde unser Vorsitzender 70 Jahre alt. Zu diesem Anlass luden er und seine Frau Resi ihren „‚tettverein Rheingold“ mit Damen in die Cafeteria der Polizeischule ein.
Die Rheingolder dankten ihm seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein mit einem Geburtstagsständchen und einigen humoristischen Einlagen. Axel Lorenz „Kein Schwein ruft mich an“, Ernst Jansen mit seinem Geburtstagstelegramm, Heinz und Hildegard Kenter als „Oma und Opa Hemesath“ und Manni Eggert am Musikpult genoss einen unvergesslichen Nachmittag.
Seit 1934, also 75 Jahre, probt der Quartettverein „Rheingold“ Münster von 1919 ununterbrochen im Vereinslokal Hubertihof.
Zur Würdigung dieser langjährigen Treue und Verbundheit zum Verein, beantragte der Vorstand beim Chorverband NRW e.V. das Gasthaus mit dem Titel „Gasthaus für Chöre „ auszuzeichnen.
Am 11. Juli wurde der Titel nebst Urkunde und Emaille-Plakette verliehen und sogleich mit einem Ständchen für die Gastwirte Thomas und Natascha Zivanovic gefeiert.

2010 Die Fidelen Bierkutscher traten am 28. und 29. Januar letztmalig bei der Karnevalssitzung „Westfalen haut auf die Pauke“ in der Halle Münsterland auf. Ein großartiger Erfolg!!!
Am 3. Dezember des Jahres wurde in der Brasserie am Kanal das 91. Stiftungsfest mit Gesang und Tanz abgehalten, bei dem sogar Nikolaus und Knecht Ruprecht auf der Gästeliste standen.

2011 Die Zuständigkeit unserer Vereinswirte Natascha und Thomas Zivanovic für den Hubertihof, den sie seit Oktober 2003 mit großem Engagement betrieben hatten, endete.
Zum 01. September wurde der Hubertihof von Isabell Pöpping und ihrem Ehemann Maik übernommen.
Am 18. Dezember wurde ein lang gehegter Wunsch unseres Chorleiters Franz Josef Angenendt verwirklicht. Mit dem MGV Rinkerode von 1885 und dem Männerquartett Hilaria 09 gaben die Rheingolder ein Weihnachtskonzert in der St. Margareta-Kirche.
2012 Erstmals seit langer Zeit bereicherten junge Sänger die gesangserprobten, aber mit 71 Jahren Durchschnittsalter doch etwas in die Jahre gekommenen Reihen des Gesangvereins. Mit Felix Seeberger (1. Bass) und Dominik Timmermann (2. Tenor) wurden zwei zweiundzwanzigjährige aufgenommen, die das Durchschnittsalter sogleich um vier Jahre auf 67 Jahre senkten. Als sie sich im weiteren Verlauf ihrer Mitgliedschaft auch noch in Ehrenämter einbrachten, hatte sich die Zukunftsperspektive des Quartettvereins „Rheingold“ wesentlich verbessert.
2013Der Quartettverein 1863 Ober-Olm e.V. lud sieben weitere Quartettvereine zu seinen Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen ein. Für das Wochenende vom 24. – 26. Mai organisierte der Rheingoldvorstand einen Bus, um die An- und Abreise und die Wege vor Ort angenehmer zu gestalten und mehr Zeit im geselligen Kreis der „Rheingoldfamilie“ zu verbringen.
Neben den Rheingoldern nahmen noch die Quartettvereine: „Frohsinn Essen/Burgaltendorf“, „1931 Dorndorf e.V.“, Gladbach 1919 e.V., „1922 Hohenbudberg“, „Concordia Reinsfeld“ und „Melodia 1930 Büderich“ teil.
Jeder Chor trug an der „Nacht der Quartettvereine“ vier bis fünf Lieder vor. Gemeinsam wurde das „Missa brevis Sancti Joannis in B-Dur“ von Joseph Haydn gesungen. Dieses Stück hatten alle Vereine im Vorfeld einstudiert. Die Gesamtaufführung mit den acht Chören war überwältigend.
In diesem Jahr fand auch eine weitere Verjüngungskur statt. Mit Patrick Wester (II. Tenor) und Maximilian Frisch (I. Bass) wurde das Durchschnittsalter erneut auf 65 gesenkt.
2014Am 28. Juni konnten sich die Rheingolder bei einem ihrer treusten Förderer, Frank Benning, erkenntlich zeigen. Beim Jubiläumsempfang der Firma Benning anlässlich ihres einhundertjährigen Bestehens, bereicherten sie als fidele Bierkutscher den Dankgottesdienst mit zehn Liedbeiträgen.
Nach fünfzehn Jahren und zwei Amtszeiten benötigte unser 1. Vorsitzender Jürgen Hemesath eine Auszeit, erklärte sich aber bereit seinem Nachfolger jederzeit beratend zur Seite zu stehen. Glücklicherweise stellte sich Michael Bolle, obwohl er erst seit zwei Jahren im Verein war, für dieses verantwortungsvolle Ehrenamt zur Verfügung. Ein Novum, da der Verein in den letzten Jahrzehnten immer von „Rheingold-Urgesteinen“ geführt wurde. Zwei Jahre führte Michael Bolle die Rheingolder, bis Jürgen Hemesath genug Kraft geschöpft hatte, um im Jahr 2016 seine dritte Amtszeit als Vorsitzender anzutreten.
Das Jahrhundert-Unwetter über Münster am 28. Juli macht auch vor dem Eigentum des Quartettvereins „Rheingold“ Münster von 1919 nicht halt. Im Keller des Geschäftsführer Heribert Heitbrock wurden zahlreiche Unterlagen durch den Wassereinbruch zerstört. Von 379 Chorwerken wurden 154 Chorwerke durch Wasser beschädigt und waren nicht mehr zu verwenden. Der Bestand an Chorwerken reduzierte sich somit auf die Anzahl von 225.
2015Nach 81 Jahren hielt der Quartettverein „Rheingold“ am 20. April seine letzte Gesangsstunde im „Hubertihof“. Seit 1934 war dieses Vereinslokal in der Hubertistraße 14 die Heimat der „Rheingolder“.
Was mit der Familie August und Tine Füchtenhans begann und von Sohn Christoph Füchtenhans mit Ehefrau Angela, Thomas und Natascha Zivanovic und Maik und Isabell Pöpping weitergeführt wurde, fand nun ein Ende.
Neues Domizil der „Rheingolder“ wurde die Gaststätte „Mauritius“ in der Warendorfer Straße 71, wo am 27. April die erste Gesangstunde stattfand.
Auch unser neues Vereinslokal wurde vom Chorverband bereits mit dem Titel „Gasthaus für Chöre“ ausgezeichnet. Unseren neuen Vereinswirt Jochen begrüßten wir standesgemäß mit einem kräftigen
„Rheingold hell unser Lied, wahr unser Wort“.
Für den ältesten Wegbegleiter – den 1923 für 52.000 Reichsmark vom Ehrenpräsidenten Josef Jöcker gekaufte Notenschrank – war im neuen Vereinslokal leider kein Platz mehr. Er wurde wehmütig für 100 Euro an zwei Liebhaberinnen alter Möbel abgegeben, die das edle Stück aber weiterhin in Ehren halten.
2016Die Rheingolder Sänger verbindet die Leidenschaft für den Gesang in der Gemeinschaft – dem Verein. Viele Mitglieder sind aber auch in anderen Vereinen aktiv und manche auch sehr erfolgreich. Unser Sangesbruder Dominik Timmermann (II. Tenor) ist auch als Schütze der „St. Lamberti-Hansa Bruderschaft“ in Münster aktiv. Beim 73. Bundesfest in Büttgen setzte er sich mit 29 von 30 möglichen Ringen unter den insgesamt 120 Bewerbern durch und wurde neuer Bundeskönig.
2016 wurde somit das Bundeskönigsfest von der Schützenbruderschaft Lamberti Hansa von 1863 in Münster ausgerichtet. Im 16. April trug unser Bundeskönig Dominik Timmermann sich im Friedenssaal des Rathauses der Stadt Münster ins Goldene Buch der Stadt ein.
Der Gottesdienst zu Ehren des Bundeskönigspaares mit 300 Ehrengäste, Bundesmajestäten und Fahnenabordnungen fand in der Herz-Jesu Kirche statt.
Unser Chorleiter Franz-Josef Angenendt gestaltete die Messfeier, bei der unser Quartettverein unter anderem die Lieder „My lord, what a morning“, „Lobt den Herrn der Welt“ und die „Rose“ vortrug.
Im gleichen Jahr vertiefte sich auch die Zusammenarbeit mit dem MGV Rinkerode. Franz Josef Angenendt, der beide Chöre leitet, brachte diese Kooperation auf den Weg. Durch die ähnliche Altersstruktur, ein ähnliches Repertoire und die große Liebe zum Chorgesang harmonierten beide Vereine sehr gut miteinander. Zunächst unterstützten sich die Vereine bei ihren jeweiligen traditionellen großen Veranstaltungen und Konzerten.
So war es möglich, weiterhin gute Chormusik mit einem volleren Klangkörper zu präsentieren und bei gelegentlichen Ausfällen von Sängern in der jeweiligen Stimmlage immer noch genügend Sänger aufzubieten.
In der Zwischenzeit ist daraus eine Chorgemeinschaft entstanden, die auch nach außen als solche auftritt. Bestes Beispiel ist die Karnevalsmesse im Paulusdom zu Münster, die tat- und stimmkräftig von den Rinkeroder Sängern unterstützt wird.
Die laufenden Kosten eines Gesangvereins sind beachtlich. Wenn noch Veranstaltungen wie die „Verleihung der Goldenen Peitsche“ ausgerichtet werden, kommt ein Verein sehr schnell an die Grenze seiner finanziellen Leistungsfähigkeit. Die Weiterführung dieser renommierten, traditionellen und überaus beliebten Veranstaltung gerät so in Gefahr.
Bereits im Jahr 2012 sagte uns Bernd Thiekötter seine Unterstützung für die „Verleihung der Goldenen Peitsche“ zu, die er auch heute noch leistet. Trotzdem war im Jahre 2016 die Finanzierung der Veranstaltung seitens des Vereins nicht mehr sichergestellt.
Die großzügige Unterstützung von Frau Catharina Cramer, der Eigentümerin der Warsteiner Brauerei die das Familienunternehmen in 9. Generation leitet, schaffte Abhilfe.
Ihrer Zusage, die „Verleihung der Goldenen Peitsche“ für fünf Jahre mit 5000 Euro pro Jahr zu unterstützen, sichert den Fortbestand der Veranstaltung bis in das Jahr 2020.
Das Bild rechts zeigt die Pressesprecherin der Warsteiner Brauerei, Frau Sinje Vogelsang, und den Präsidenten der „Fidelen Bierkutscher“, Heinz Kenter, mit der Auszeichnung als Ehrenbierkutscherin für Frau Catharina Cramer.

Zum Dank brachten wir ihr am 31. August in der Warsteiner Brauerei ein Ständchen. Außerdem erhielt sie aus der Hand des Präsidenten der „Fidelen Bierkutscher“, Heinz Kenter, die Urkunde mit ihrer Ernennung zur Ehrenbierkutscherin, woraufhin sie feststellte:
„Jetzt habe ich auch einen eigenen Gesangverein!“
Auch die Firma Getränke Dreyer aus Münster beteiligt sich am Sponsoring der „Fidelen Bierkutscher“. Mit zwei zusätzlichen Unterstützern aus dem „Kerngeschäft“ eines Bierkutschers – der Brauerei und dem Getränkehandel – besteht die Hoffnung, die fidele Bierkutscherei auch über das Jahr 2020 hinaus zu erhalten.
2017Die Vereine Quartettverein „Rheingold“ Münster von 1919 und der MGV Rinkerode von 1885, beide unter der Leitung von Chorleiter Franz-Josef Angenendt, bilden nun eine Chorgemeinschaft.
2018Mit Jannik Wolf ist nach langer Zeit wieder ein 21 jähriger in den Verein eingetreten. Er verstärkt die Abteilung der unter dreißigjährigen oder den – wie Sie sich selbst humorvoll nennen – Kinderchor des Quartettvereins.
Die Chorgemeinschaft vom MGV Rinkerode und dem Quartettverein „Rheingold“ wird von nun an auch durch eine einheitliche Kleidung öffentlich sichtbar dargestellt.
Dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost konnten bei dem Druckservice „druck & total“ aus Münster neue Hemden für die Mitglieder der Chorgemeinschaft angeschafft werden.
2019Der Quartettverein „Rheingold“ bestreitet sein 100. jähriges Gründungsjubiläum. Am 23. März feiern die Sänger mit ihren Ehrengästen, langjährigen Weggefährten und der Rheingoldfamilie ihr Stiftungsfest im neu eröffneten Gasthof Münsterland in Handorf.
Am 23. März feiert der Quartettverein „Rheingold“ sein 100-jähriges Gründungsjubiläum im Rahmen seines Stiftungsfestes. Eine gute Gelegenheit mit Ehrengästen, langjährigen Weggefährten, den Sangesbrüdern des MGV Rinkerode 1885 und der kompletten Rheingoldfamilie einige Geschichten Revue passieren zu lassen, interessante Gespräche zu führen und ein paar schöne Stunden zu verbringen.
Die Rheingolder werden, wie in jedem Jahr, einen unterhaltsamen und geselligen Abend bei Gesang, gutem Essen, reichlich Warsteiner-Bier und einem tollen Programm organisieren.
Siggi Höing, der Gebietsverkaufsleiter Gastronomie der Warsteiner Brauerei, hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass der Quartettverein „Rheingold“, als einer der ersten Vereine, ein frisch renoviertes und neu eröffnetes Gasthaus – „Dat Handorfer Huus“ – nutzen kann.
